Düsseldorf / Herne [vznrw] Nachbars Vorgarten sorgt gerne für Diskussionsstoff. Doch wer die Vorgartengestaltung seines Gegenübers kritisch kommentiert, sollte darauf achten, dass die Begriffe nicht durcheinander geraten. Während Hausbesitzer:innen beim Schottergarten meist Wert auf den reinen Stein ohne „Unkraut“ legen, pflegen Menschen mit Steingarten eine blühende Anlage. Denn ein Steingarten besteht aus Natursteinen unterschiedlicher Größen und ist in der Regel mit robusten Blühgewächsen aus Bergregionen bepflanzt. Die Vorteile: Die reiche Blütenpracht bietet Lebensraum für Insekten und andere kleine Tiere, Jäten ist kaum nötig und Gießen nur sehr selten. Regenwasser kann problemlos zwischen den Steinen versickern.

Anders als vermutet, machen Schottergärten dagegen mehr Arbeit, will man einen gepflegten Eindruck erhalten. Denn unter der Kies- oder Steinschicht soll in der Regel ein so genanntes Unkrautvlies das Wachsen unerwünschter Pflanzen verhindern. Doch dieses setzt sich mit der Zeit mit angewehtem Material zu. Die Folge: Das Kraut wächst trotzdem und das Vlies lässt nur noch schlecht Wasser durch. Dadurch bilden sich schnell Algen auf den Steinen, die nur sehr aufwendig zu entfernen sind. Bei Starkregen kann die fehlende Versickerungsfläche sogar zum Problem werden. Der Tipp der Verbraucherzentrale NRW daher: Wer es pflegeleicht möchte, ist mit einem Steingarten am besten beraten.

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