Herne [vhs] Nach der Reichsgründung prägten Technikgläubigkeit, wirtschaftlichem Konkurrenzdenken, rasanter Industrialisierung, Sportbegeisterung, Militarismus und einem übersteigerten Nationalismus das Bild vom Deutschen Reich.

Und im Inneren?

Da kochte es: Arbeiter, Frauen und nationale Minderheiten kämpften um bessere Lebensbedingungen, Frieden und mehr politische Mitbestimmung. Ihr Aushängeschild, die SPD, wurde 1912 stärkste Partei im Reichstag. Die Größen der Zeit trafen sich in prunkvollen Kaffeehäusern, um Neuerungen wie das Kino (1895) oder künstlerische Entwicklungen zu diskutieren. Den einfachen Arbeitern blieb bei ihrer harten 6-Tage-Arbeitswoche nur die Erholung am Sonntag, während besser gestellte Kreise der Gesellschaft Zeit und Geld für Reisen und Theaterbesuche hatten.

Welches Bewusstsein die Menschen zwischen Reichsgründung und Erstem Weltkrieg antrieb, wird Dr. Torsten Reters am Mittwoch, dem 29.09.2021 ab 19:00 Uhr mit Hilfe z. T. historischer Film- und Tondokumente exemplarisch verdeutlichen.

Der Vortrag findet in der vhs im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1 statt und ist kostenfrei.

Anmeldungen nehmen die Geschäftsstellen der vhs Herne unter 02323 162920 und 02323 163584 entgegen.

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