Herne [ver.di] Keine Einigung bei Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel NRW – Streiks werden ausgeweitet.

Die Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebern des Groß- und Außenhandels und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di NRW) sind am Montag (28.06.) in dritter Runde ergebnislos beendet worden.

Für die Kolleginnen und Kollegen beim Pharmahandel Phoenix in Herne ist klar, dass die Arbeitgeber sich nur bewegen, wenn sie den vollen Druck aus den Betriebe spüren. „Die Kolleg*innen sind schlichtweg wütend darüber, dass die Arbeitgeberseite sich kein Stück auf sie zubewegt. Deswegen streiken heute auch die Beschäftigten bei Phoenix. Gerade im Pharmahandel haben die Beschäftigten enormes geleistet und so trotz der erhöhten Gesundheitsgefährdung dafür gesorgt, dass Apotheken weiter versorgt werden, Masken bereitstehen und die Impfstoffe verteilt werden. Sie fordern daher einen Tarifabschluss, der ihre besondere Leistung würdigt,“ so Azad Tarhan, zuständiger Gewerkschaftssekretär im ver.di Bezirk Mittleres Ruhrgebiet. „Ein Angebot, welches die erste tabellenwirksame Entgeltsteigerung von 1,5 % erst nach 14 Nullmonaten ab Juli 2022 vorsieht, die dann im Extremfall erst ab Januar 2023 zur Auszahlungen kommen kann, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.“

ver.di fordert für die rund 336.000 Beschäftigten im Groß- und Außenhandel NRW 4,5 % und 45 EUR mehr Gehalt, Lohn und Ausbildungsvergütung, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Außerdem fordert die Gewerkschaft von den Arbeitgebern die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Die Verhandlungen im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel werden am 09. 07. fortgesetzt.

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