Herne [LWL] LWL-Museum für Archäologie, Herne
Das LWL-Museum für Archäologie in Herne bietet in den Sommerferien zwei viertägige Workshops zu den Themen Videodreh (13. bis 16.07.) sowie Rappen und Reimen (31.07., 01.08., 07.08. und 08.08.) an. Darüber hinaus stehen zahlreiche analoge und digitale Themenführungen für Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab zehn Jahren auf dem Programm.

Von Dienstag (13.07.) bis Freitag (16.07.) können Kinder und Jugendliche von zwölf bis 14 Jahren jeweils von 10:00 bis 15:00 Uhr in die Fußstapfen eines Filmregisseurs treten. Unter dem Motto „#Filmstars – Wir haben den Dreh raus!“ lernen sie, professionell mit der Kamera und dem Smartphone umzugehen und eigene Videos zu erstellen. Vom Drehbuch schreiben über die Arbeit vor und hinter der Kamera bis hin zum Videoschnitt mit modernen Apps können die Teilnehmer:innen alle Arbeitsschritte selbst umsetzen. Dabei treten die archäologischen Funde des LWL-Archäologiemuseums ins Rampenlicht. Sie und die Teilnehmer:innen selbst werden dank kurzer Videoclips zu „#Filmstars“.
Der Workshop wird geleitet von dem Medienpädagogen Kai Bernhardt. Auch der Datenschutz in den Sozialen Medien wird ein Thema sein. Gefilmt wird mit sogenannten „Action Cams“, also kleinen mobilen Videokameras, die das LWL-Archäologiemuseum zur Verfügung stellt.

Der Workshop „Rap ’n‘ Reim“ im LWL-Archäologiemuseum richtet sich an Kinder und Jugendliche von zehn bis 14 Jahren. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden (31.07.,01.08., 07.08. und 08.08.), jeweils von 10:00 bis 16:00 Uhr lernen die Teilnehmer:innen im viertägigen Workshop die archäologischen Höhepunkte der Region kennen. Sie erfahren mehr über das Leben in der Eiszeit, über Jäger und Sammler:innen oder Römer:innen, die in Westfalen Station gemacht haben.
Bis zu 300.000 Jahre alt sind die Exponate in Herne. Die Geschichten, die sie erzählen, sind oft einzigartig. Sie dienen den Teilnehmer:innen als Inspiration für fantasievolle Texte, Reime und Lieder, die sie unter Anleitung eines erfahrenen Workshop-Leiters schreiben. Wer möchte, kann seinen Text anschließend vortragen oder rappen.

Beide Workshops sind kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Um Anmeldung wird gebeten unter: Telefon 02323 946280 oder per E-Mail an empfang-archaeologiemuseum@lwl.org.

Darüber hinaus bietet das LWL-Archäologiemuseum an jedem Sonntag die Führung „gesucht. gefunden. ausgegraben.“ durch die Dauerausstellung an. Auf dem Rundgang folgen die Besucher:innen in einer nachgestalteten Ausgrabung den Spuren der Menschen in Westfalen. Neben zahlreichen Funden aus allen Zeitstellungen erwartet sie Europas einziger Faustkeil aus Mammutknochen, die Urne von Gevelinghausen, eines der prächtigsten Gefäße ihrer Zeit, sowie das reich mit Beigaben ausgestattete Grab des Fürsten von Beckum. Die Teilnehmenden erleben, wie die Bewohner:innen der Region der Weltmacht Rom die Stirn boten, wie die Franken unter Karl dem Großen das Christentum verbreiteten und wie das höfische Leben in Westfalen Einzug hielt. Der Weg führt bis in die jüngste Vergangenheit, wo Bombenschutt die Schrecken des Krieges zeigt. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt.
Termine: 11.07., 18.07., 25.07., 01.08., 08.08. und 15.08., 16:00 Uhr

Zusätzlich bietet das LWL-Archäologiemuseum jeden Sonntag um 14:00 Uhr eine digitale Führung an. An den Terminen im Juli (11.07., 18.07., 25.07.) steht „(Frühe) Neuzeit digital“ im Fokus. Archäologie endet nicht etwa im Mittelalter, sondern reicht bis in die Gegenwart. So gehört die Erforschung des Zeitalters der Renaissance ebenso zu ihren Aufgaben wie die des 20. Jahrhunderts. Die Online-Führung veranschaulicht dies anhand vieler Funde, wie denen aus dem Schloss Horst, wo sich die feudale Lebensweise der Schlossherr:innen anhand kostbarer und seltener Objekte ablesen lässt. Nicht weniger beeindruckend sind die Spuren des Zweiten Weltkriegs, die die Schrecken dieser Zeit dokumentieren. Die Kosten betragen vier Euro pro Endgerät.

Am Sonntag (01.08.) bietet das LWL-Archäologiemuseum das kostenlose Programm „Mit dem OnLiner durch die Epochen“ an. In dieser einstündigen Live-Online-Führung machen die Besucher:innen Station bei Europas einzigem Faustkeil aus Mammutknochen und dem prächtigsten Gefäß der Bronzezeit, der Urne von Gevelinghausen. In einer AR-Anwendung („augmented reality“, deutsch „erweiterte Realität“) begegnen sie dem Fürsten von Beckum und reisen bis ans Ende des Mittelalters, wo eine Turnierrüstung aus Witten-Herbede auf die einstige Blüte der Ritterkultur hinweist. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Frühen Neuzeit bringt der OnLiner die digitalen Besucher:innen sicher zurück ins hier und jetzt.

Bei den übrigen Live-Online-Führungen im August (08.08. und 15.08.) geht es um „Steinzeit digital“. Hier begeben sich die Teilnehmenden auf die frühsten Spuren, die Menschen in Westfalen hinterlassen haben. Dies sind vor allem Werkzeuge, die von Neandertaler:innen hergestellt und genutzt wurden. Wer genau die Neandertaler:innen waren, stellt das LWL-Archäologiemuseum ebenso vor wie die Umwelt, in der sie lebten. Dazu zählen unter anderem Mammuts, Höhlenbären, Wollnashörner und – seit rund 40.000 Jahren – auch unser direkter Vorfahre: der Homo sapiens. Mit seinem Auftreten veränderte sich die Region radikal. Gemeinsam spüren die Besucher:innen die Veränderungen auf und erleben einen der größten Entwicklungssprünge der Menschheit: die jungsteinzeitliche Revolution. Was genau vor rund 7.000 Jahren passiert ist und welche Auswirkungen davon bis heute fortleben, verrät diese digitale Führung. Die Kosten betragen vier Euro pro Endgerät.

Während für die digitalen Themenführungen über das Online-Portal „TicketPay“ ein Online-Ticket gekauft werden kann, ist der „OnLiner“ kostenfrei. Hier wird lediglich um Anmeldung gebeten unter: Telefon 02323 946280 oder per E-Mail an empfang-archaeologiemuseum@lwl.org.

Weitere Informationen unter: https://www.lwl-landesmuseum-herne.de/de/

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