Düsseldorf / Herne [PM] Der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel (SPD) hat eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt, in der er sich über den aktuellen Sachstand zum geplanten Krebszentrum in Bochum erkundigt.

Das Universitätsklinikum Bochum hat beim Gesundheitsministerium in Düsseldorf eine Bewerbung eingereicht, als Onkologisches Zentrum gefördert und anerkannt zu werden. Problematisiert wird jedoch der Abstand zwischen den einzelnen Krankenhäusern, der laut Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) nur zwei Kilometer betragen darf.

„Ein paar Kilometer zwischen den einzelnen Kliniken dürfen nicht darüber entscheiden, ob die Bochumer Spitzenmedizin gefördert wird oder nicht“, sagt Serdar Yüksel, der selbst ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss ist. „Das Bochumer Modell ist ein Erfolgskonzept, das bundesweit einen sehr guten Ruf hat. Die Bochumer Kliniken im Verbund des Universitätsklinikums Bochum gehören zur internationalen Spitzenmedizin und leisten besonders im Bereich der Krebsbehandlung und -forschung hervorragende Arbeit.“

Das „Bochumer Modell“, das sich seit Jahrzehnten bewährt hat, ist dezentral organisiert; die einzelnen Standorte sind über das ganze Stadtgebiet verteilt. Außerdem gehören Kliniken in Bochum, Bad Oeynhausen, Herford und im Kreis Minden-Lübbecke mit zum Verbund. Jährlich werden über 600.000 Patientinnen und Patienten behandelt, wodurch das Universitätsklinikum zu den größten Kliniken in Deutschland gehört.

„Die Anerkennung als Onkologisches Zentrum würde eine Millionenförderung durch das Land bedeuten, wodurch der Standort weiter gestärkt und gefördert werden kann. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass eine Ausnahmeregelung getroffen wird, die das Bochumer Modell in seiner besonderen Gestaltung würdigt“, so Serdar Yüksel.

 

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