Herne [seh] Sie sind oft laut, groß, staubig und vor allem nötig: Kanalbaustellen. Denn wer möchte schon, dass durch ein kaputtes Kanalrohr Abwasser aus Küche und Toilette direkt in Gartennähe versickert. In einem Infofilm erklärt die Stadtentwässerung Herne (SEH) jetzt anschaulich Hintergründe und Abläufe von Kanalbaustellen und wirbt um Verständnis für die Baugrube vor der Haustür.

„Wenn ein Kanal erneuert wird, kann das schon mal dauern“, ist sich Sascha Köhler, Technischer Betriebsleiter bei der SEH, bewusst. Denn Kanalrohre sind groß und liegen tief in der Straße. Ihn wundert es darum nicht, wenn Anwohner und Verkehrsteilnehmer genervt sind.

Aber auch ganz praktische Fragen beschäftigen die Hernerinnen und Herner: Wie kommen wir ins Haus? Wo parken wir? Wie funktionieren Müllabfuhr, Feuerwehr und Rettungswagen? Was ist mit der Anlieferung der neuen Waschmaschine? All diese Fragen werden im Video beantwortet.

„In unserem 420 Kilometer langen Kanalnetz gibt es immer irgendwo einen Abschnitt, der aus technischen Gründen erneuert werden muss“, so Köhler weiter. „Wo es möglich ist, reparieren wir punktuell oder renovieren mittels Inliner-Verfahren grabenlos, was die Bauzeiten auf wenige Tage verkürzt. Aber manchmal geht´s nicht ohne Bagger und Baugrube.“ Dann setze die SEH auf frühzeitige Information und Beteiligung der Anwohner. Die Bauleiter der SEH seien als persönliche Ansprechpartner vor Ort. „So kriegen wir mögliche Probleme schnell vom Tisch.“

Der Infofilm ist in Kooperation mit dem gemeinnützigen IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur und anderen Abwasserbetrieben entstanden. Er ist auf der Internetseite der SEH unter www.se-herne.de/aktuelle-baustellen abrufbar.

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