Herne [stbs] Bunte Fußspuren sollen den Weg zu Schule erleichtern.

Diese Idee hatte die Stadt, doch leider war die Ausführung nicht kindgerecht.

Viele Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pantrings Hof überqueren auf ihrem Schulweg täglich die Ampel an der Pöppinghauser Str. auf Höhe des Schleusenwegs. Um den Weg über die vielbefahrene Straße zu erleichtern, kam die Stadtverwaltung auf die Idee bunte Fußspuren auf den Boden zu malen. Sie markieren die richtige Stelle zum Warten, bis die Ampel grün wird.

Bereits 2019 hat der städtische Fachbereich Tiefbau und Verkehr zum ersten Mal an diesem Ort Fußabdrücke von Schulkindern aufmalen lassen. Am Mittwoch, 03.11.2021, frischten die Erstklässlerinnen und -klässler der Grundschule Pantrings Hof diese nun mit viel Freude in gelben, grünen und blauen Farben auf. Die Markierungen sorgen dafür, dass die jungen Fußgängerinnen und Fußgänger nicht zu nah an die verkehrsreiche Fahrbahn herantreten.

Wer bei der Stadtverwaltung auf die Idee kam  Kinder mit Gefahrstoffen völlig ungeschützt hantieren zu lassen bedarf der Aufklärung.
Die u. a. mit roten Rauten gem. dem Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (GHS) gekennzeichneten Farben sind nichts für Kinderhände.

In der Regel verursachen solche Farben Hautreizungen, sind leicht entzündbar und es können sogar lungengängige Tröpfchen bei der unsachgemäßen Verarbeitung entstehen.

Diese Stoffe dürfen niemals in die Hände von Kindern gelangen, auch nicht unter Aufsicht.

Die Lehrerinnen der Kinder, Jenny Henkel und Claudia Pötter, halten die Aktion für sehr sinnvoll. „Viele unserer Schüler wohnen auf der anderen Seite der Pöppinghauser Straße und von den Eltern ist das Problem an uns herangetragen worden, dass die Autos hier sehr schnell fahren, die Sicht eingeschränkt ist und die Straße zudem sehr schmal ist“, berichtet Jenny Henkel. Claudia Pötter fügt hinzu, dass sich die Aktion gut in das Unterrichtsthema der Verkehrserziehung einfüge.

Völlig unverständlich ist wie die Schule resp. Lehrer eine solche Aktion gutheißen können.

Die Mitarbeiter des Fachbereich Tiefbau und Verkehr hatten Freude dabei, den Kindern beim Bemalen des Pflasters mithilfe von Schablonen zur Seite zu stehen. Eigentlich dürften diese doch nach der entsprechenden Sicherheitsunterweisung wissen, dass solche Farben nicht in die Hände von Kindern gehören.

Wer war in der Stadtverwaltung für die Gefährdungsbeurteilung zuständig?

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