Herne [pm] Ein Sportboot ist am Samstagabend (17.07.2021) gegen 21:20 Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal (km 28,9, Nahe Stadtgrenze zu Gelsenkirchen) aus noch ungeklärten Gründen in Flammen aufgegangen.

Zahlreiche Anrufer meldeten der Feuerwehr-Leitstelle eine brennende Motoryacht auf dem Rhein-Herne-Kanal. Es sollten sich zudem mindestens zwei Besatzungsmitglieder im Wasser befinden. Neben den beiden Wachen der Berufsfeuerwehr, wurden ebenfalls mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert, darunter auch die Sondereinheit Wasserrettung. Ein Großteil der ehrenamtlichen Einsatzkräfte war erst kurz zuvor aus dem Hochwassergebiet in Heinsberg zurückgekehrt. Bereits auf der Anfahrt konnte eine massive Rauchentwicklung festgestellt werden. Die brennende Yacht befand sich ca. 350 m nördlich der Künstlerzeche. Vor Ort wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. So konnte neben der Menschenrettung parallel die Brandbekämpfung vom Ufer aus durchgeführt werden. Die zwei Besatzungsmitglieder konnten sich mit leichten Verbrennungen ans Ufer retten und wurden durch den Notarzt behandelt. Ein Transport ins Krankenhaus blieb aus. Das Boot konnte schnell von einem Trupp unter Atemschutz gelöscht werden.

Um eine Ausbreitung von Betriebsmitteln zu verhindern, sollte das Boot gesichert werden. Noch bevor die Sicherungsmaßnahmen Erfolg zeigten, sank dieses. Zur Verhinderung einer Umweltgefährdung wurde eine Ölsperre in dem betroffenen Bereich verlegt. Für die folgende Bergung des Bootes kamen zusätzliche Kräfte zum Einsatz. So unterstützten das Technische Hilfswerk und die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen die Bergung des Bootes. Insgesamt waren ca. 60 Einsatzkräfte für ca. 7 Stunden im Einsatz.

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