Herne [stbs] Die Diskussion um die Verkehrssituation am Herner Ausbildungscampus der St. Elisabeth-Gruppe in Börnig schlägt neue Blüten.

„Was den Bürgern hier zugemutet wird, ist erheblich“, sagt Sodingens Bezirksbürgermeister Mathias Grunert (SPD).

Dabei ist das Parkplatzproblem nicht nur am Ausbildungscampus, sondern vielmehr im gesamten Stadtgebiet ein hausgemachtes SPD-Problem.

So hat man über Jahrzente an der Stadtspitze versäumt ein nachhaltiges Parkplatz- und Verkehrskonzept zu erstellen. Stattdessen wurden immer mehr Firmen wie Pflegedienste, Logistikunternehmen, Handwerksunternehmen … im Stadtgebiet u. a. auch in allgemeinen Wohngebieten angesiedelt, die hier eigentlich nichts verloren haben. Beispiele aus den letzten Jahren finden sich viele, so wie z. B. der des Pflegedienstes Familien- und Krankenpflege e. V. an der Bochumer Str. 127 welcher wegen der zahllosen Dienstfahrzeuge zu Problemen mit den Anwohnern führte.

Eine städtische Stellplatzssatzung existiert auch nicht bzw. die Aufstellung wird seit Jahren von Seiten der Politik verhindert.

Die Belastungen aus Lärm, Staub, Gerüche, Urinieren, Müllablagerungen … verursacht durch wildes Parken oder Falschparken werden auf dem Rücken der Anwohner ausgetragen. Diese sind insbesondere am frühen Morgen und in den Nachmittagsstunden teilweise unerträglich.

Es macht aber keinen Sinn, wenn die Politik nur sporadisch tätig wird und die Verwaltung jedoch in eine andere Richtung läuft. Hier läuft grundsätzlich etwas falsch.

Ein runder Tisch, Bürgerbeiteiligung und klare Dienstanweisungen u. a. für die Stadtplanung und die Bauordnung wären hier sicherlich sinnvoll und notwendig.

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