Bochum / Herne [igmetall] In einem offenen Brief wenden sich die aktiven Seniorinnen und Senioren der IG Metall Ruhrgebiet Mitte aus Herne an die Kandidatinnen und Kandidaten der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien und stellen ihre Anforderungen an den im September neu zu wählenden Bundestag vor.

Mit dem Brief wollen sich die Gewerkschafter in die Bundestagswahl einbringen und mit den Kandidatinnen und Kandidaten in die Diskussion kommen.
„Wir wollen deutlich machen, dass Seniorenpolitik als wichtige Querschnittspolitik in allen Politikbereichen Einzug halten muss“, so Renate Strauss, Sprecherin des Herner Seniorenarbeitskreises.

Unter anderem fordern die Gewerkschafter

  • die Schaffung eines Rahmengesetzes die Grundzüge der Seniorenbeteiligung auf Landes- und kommunaler Ebene regelt
  • eine solidarische Finanzierung aller Sozialversicherungszweige durch paritätische Beiträge und den Umbau der Gesetzlichen Krankenversicherung zu einer solidarischen Bürgerversicherung
  • eine langfristige Stabilisierung des Rentenniveaus auf 53 % und gesicherte Altersübergänge, sowie einen höheren Steuerzuschuss und eine systemgerechte Finanzierung „versicherungsfremder“ Leistungen
  • gesetzliche Rahmenbedingungen für bezahlbaren Wohnraum; die Förderung von altersgerechtem Wohnungsbau und Umbau; die Einrichtung eines Katasters, der den Bedarf und Bestand von barrierefreien- oder armen Wohnungen in jeder Kommune festlegt
  • die Einführung einer progressiven Vermögenssteuer für Vermögen über 1 Million Euro für Ledige bzw. 2 Mio. EUR für Ehegatten und Lebenspartner.

„Wir wollen damit einen Beitrag leisten, die Diskussion im Wahlkampf auf Themen zu lenken, die für uns als die ältere Generation wichtig sind und hoffen, hier auch auf die Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten, die sie gern öffentlich machen sollten“, so Renate Strauss.

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