Dortmund / Herne [stadtdo] Das Siegerland ist die Keimzelle der deutschen Eisen- und Stahlindustrie. Die Geschichte dieser Montanregion über einen Zeitraum von 2.500 Jahren ist Gegenstand der nächsten Ausstellung im Hoesch-Museum: „EisenWasserLand. 2.500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland“ ist vom 18.07. bis 12.09.2021 zu sehen. Die von thyssenkrupp Steel Europe erarbeitete Wanderausstellung beginnt bei den keltischen Eisensuchern, die um ca. 500 v. Chr. in die Region kamen, und führt weiter über die karolingischen Waldschmiede zu den Entwicklungen und technologischen Veränderungen des Mittelalters.

Die Besonderheiten des Siegerlandes beförderten und limitierten die Entwicklung der Eisen- und Stahlgewinnung. Aus den steilen Höhen und engen Tälern oder der Abgeschiedenheit der Region resultierten lange Zeit verkehrstechnische Probleme. Der besondere Siegerländer Wirtschaftskreislauf – die Haubergswirtschaft – ist ein Ansatz zur nachhaltigen Niederwaldbewirtschaftung und prägte die ökonomische Entwicklung der Gegend jahrhundertelang.

Die Ausstellung berücksichtigt die rasanten Entwicklungen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ebenso wie die politische Situation bis 1949. Die Ausstellung endet mit einem Blick auf die heute von thyssenkrupp Steel Europe betriebenen Anlagen der Oberflächenveredelung in Eichen und Ferndorf.

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