Herne [pm] Grüner geht´s kaum: Die Stadtwerke haben den sogenannten Primärenergiefaktor, der den ressourcenschonenden Umgang mit Energie misst, für das im Bau befindliche Fernwärmenetz am Zechenring zertifizieren lassen. Das Ergebnis: Die Wärme aus Grubengas erreicht fast den Bestwert und verursacht keinen CO2-Ausstoß.

Hinter dem etwas sperrigen Begriff des Primärenergiefaktors (PEF) verbirgt sich eine einfache Frage: Wie viele Einheiten einer Primärenergie muss man einsetzen, um eine Einheit nutzbare Heizenergie zu erhalten? Je kleiner der Faktor, desto besser für Effizienz und Klima. Während Primärenergien wie Öl, Kohle oder Gas alle über 1 liegen, bescheinigt der Gutachter dem grünen Wärmenetz der Stadtwerke einen Wert von 0,22. Um es einzuordnen: Der kleinste mögliche PEF für Fernwärme liegt bei 0,2, der Durchschnitt aller Netze bei 0,7.

Der niedrige PEF überzeugt Gesetzgeber und Hausbesitzer gleichermaßen. Denn damit steht die grüne Wärme am Zechenring auf einer Stufe mit Erneuerbaren Energien. Eigentümer müssen sich darum um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zum Heizen mit Erneuerbaren Energien keine Gedanken mehr machen. Sie sparen außerdem noch Anlagen- und Wartungskosten und gewinnen Platz im Keller.

„Die Nachfrage nach einem Anschluss ans Wärmenetz ist dementsprechend hoch“, weiß Jürgen Albrecht, zuständiger Kundenberater bei den Stadtwerken. „Neben Zusagen einer großen Wohnungsgesellschaft und jetzt schon über einem Dutzend Ein- und Zweifamilienhäusern erreichen uns immer mehr Anfragen aus angrenzenden Bebauungen. Wir prüfen darum, ob und wie wir das Netz erweitern könnten.“

Das Zertifikat des unabhängigen Fernwärme-Experten ist unter www.stadtwerke-herne.de/zechenring einsehbar.

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