Herne [stbs] Mit tatkräftiger Unterstützung unserer ehem. Ministerpräsidentin und durch Mietverträge mit der Stadt und stadtnahen Stiftungen übernahm die Engler-Gruppe bereits unser schönes City Center und „machte es für uns noch schöner“.

Großspurige Ankündigungen und Tamtam mit B-Promies bei der Eröffnung können aber heute nicht von den ganzen Schmuddelecken der Dauerbaustelle ablenken.

Die Engler-Gruppe hat nach Mitteilung der Stadtverwaltung nun die Entwicklung des Quartiers Kaiserstr. von der LIST Develop Commercial übernommen.
Auf der 24.500 m² großen Fläche des ehemaligen Sportplatzes an der Forellstr. sollen Wohnungen, Geschäfte und Gastronomie entstehen.
Die Investitionssumme beläuft sich auf 50 Mill. EUR.

Warum die LIST Develop Commercial die Entwicklung des Baugebiets an die Engler-Gruppe abgegeben hat wird von Seiten der Stadt nicht detailiert erläutert.

Michael Garstka, Geschäftsführer LIST Develop Commercial sagte dazu: „Wir hatten sehr viel Lust auf das Thema, auch in Bezug auf Grünflächen und Nachhaltigkeit. Die Grundidee war, das Quartier mit der Stadt zu entwickeln. Jedoch gibt es Corona-bedingt Stau bei einigen Projekten, die schon länger anstehen. Durch die Übernahme der Engler-Gruppe ist das Quartier Kaiserstraße kurzfristiger umzusetzen.“

Wie viel Wahrheit in der Aussage steckt mag der Betrachter des Verfahrens selbst beurteilen.

Durch die Übernahme durch die Engler-Gruppe wird zudem das zuvor durchgeführte Wettbewerbsverfahren zur Bebauung des Areals im Dienstleistungspark Schloss Strünkede ins Absurde geführt. Die wirtschaftlichen Prüfungen die das Wettbewerbsverfahren vorsah gelten nun nicht mehr für den neuen Käufer. Ein Hintertür für den Oberbürgermeister und Verwaltung das vom Rat der Stadt gewählte sichere Vergabeverfahren zu umgehen?

Wenn das Quartier genauso endet wie das Vorzeigeprojekt City Center hat die Stadt enorm gewonnen.

Sende
Benutzer-Bewertung
0 (0 Stimmen)