Essen / Herne / Iserlohn [stbs] An insg. 17 Verhandlungstagen wird ab dem 23.09.2021 vor dem LG Essen (Az.: 56 Ks 10/19) wegen Steuerhinterziehung in Höhe von Mill. EUR gegen die drei Angelkagten Lykourgos K., Petra Beate L., geborene H. und Saskia Dana O. verhandelt.

In der Zeit vom 01.01.2012 bis zum 02.01.2018 sollen die Angeklagten u. a. in Spielhallen in Essen, Herne und Iserlohn verschiedene Straftaten begangen haben.

Der Angeklagte K. und der Angeklagte L. beschäftigten in der Zeit von Januar 2012 bis Februar 2015 Arbeitnehmer in verschiedenen Spielhallen, die entweder überhaupt nicht zur Sozialversicherung angemeldet worden waren oder denen ein Teil des Lohnes ohne Meldung in bar ausgezahlt wurde. Insgesamt sind in dem vorgenannten Zeitraum rund 50.000 Lohnstunden nicht der Sozialversicherung und der Lohnsteuer unterworfen worden. Bei einem Mindeststundenlohn von fünf EUR ergeben sich zusätzliche Lohnzahlungen von rund 250.000 EUR. Ferner hat der Angeklagte K. durch regelmäßige Manipulation der Spielgeräte die Umsätze in den Jahren 2012 bis Juni 2017 zu niedrig erklärt. Hierdurch sind die Umsatz-, Gewerbe-, Lohn-, und Körperschaftsteuern zu niedrig festgesetzt worden. Insgesamt wurden durch den Angeklagten K., unterstützt von der Angeklagten O., Steuern in einer Gesamthöhe von rund 3,4 Mill. EUR verkürzt, wobei es in Höhe von rund 500.000 EUR bei einem Versuch verblieb; zudem wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von insgesamt rund 70.000 EUR vorenthalten. Die durch die Angeklagte L. verkürzten Steuern belaufen sich auf rund 3 Mill. EUR, wobei es i. H. v. rund 350.000 EUR bei einem Versuch ver-blieb, zudem wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von insgesamt rund 70.000 EUR vorenthalten.

„Jede Person, die einer Straftat angeklagt ist, gilt bis zum gesetzlichen Beweis ihrer Schuld als unschuldig.“

 

 

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