[PM] Erkenntnisse durch Ortstermin in der Blücherstr. der CDU-Fraktion mit Baudezernent Friedrichs

„Zählen Menschen nichts mehr? Wir sind nicht gegen Bäume, im Gegenteil, aber unsere Häuser werden zerstört. Sollen wir obdachlos werden? In den mehr als 20 Jahren hat sich die Situation für uns nicht verbessert, sie hat sich stark verschlimmert.“ So empfingen die Anwohner die Vertreter der Verwaltung.

Seit geraumer Zeit polarisiert die Straßenbaum-Problematik. Während sich die Anwohner seit mehreren Jahrzehnten über die Gefahr bzw. die entstandenen Schäden auf Gehwegen und an ihren Gebäuden beschweren, wurde seitens der Stadtverwaltung die Problematik nicht ernst genommen, und auch die Mitglieder der Bezirksvertretung von SPD, Grünen, Linken und AfD haben in ihrer Sitzung entschieden, dass die übermächtigen Platanen erhalten bleiben sollen. Lediglich die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Sodingen stellte sich an die Seite der betroffenen Bürgerinnen und Bürger und stimmte gegen die Vorlage der Verwaltung.

Nun haben sich die CDU-Fraktion, vertreten durch Stadtverordnete Barbara Merten und Bezirksvertreter Hermann Weidenbach, und die Verwaltung, vertreten durch Baudezernent Karlheinz Friedrichs sowie Mike Hoffmann als Vertreter des Büros des Oberbürgermeisters, die Situation vor Ort angeschaut. Ebenso haben die Anwohnerinnen und Anwohner an der Begehung, die coronakonform mit Mund/Nasenschutz unter Einhaltung der Abstandsregeln durchgeführt wurde, teilgenommen und nicht nur die desolate Gehwegsituation, sondern auch die Schädigungen an ihren Häusern demonstriert.

Zahlreiche Schäden in den Kellergeschossen sowie an den Hausfassaden, die durch die Wurzeln der Platanen entstanden sind, sind festzustellen. Die Wurzeln der Platanen haben teilweise die Kellerböden angehoben und zerstören den Untergrund der Häuser. In einem Extremfall ragt eine massive Wurzel durch den Boden in den Keller hinein.

„Da fehlen einem wirklich die Worte. Die Anwohner, nicht nur in der Blücherstr., sondern auch in anderen Straßen unserer Stadt, wie z. B. in der Rolandstr., Viktoriastr., Mittel-/Eckstr., Gerichtsstr. usw. werden jahrelang im Stich gelassen und in der Öffentlichkeit noch als Umweltfrevler und Baumhasser beschimpft, weil sie Angst und Sorge haben, dass sie ihre Wohnungen verlieren können. Hinzu kommt, dass die Anwohnerinnen und Anwohner die hohen Summen, die immer wieder für die Beseitigungen der Wurzelschäden und Erneuerungen von Leitungen, die durch die Bäume zerstört wurden und werden, nicht zahlen können, weil die Versicherungen nicht mehr eintreten. Aber auch wir als CDU durften uns in den vergangenen Monaten nicht selten anhören, wir würden die Natur zerstören wollen“, erklärt Barbara Merten. Hermann Weidenbach führt weiter aus: „Das Gegenteil ist der Fall, aber wir empfehlen diesen Menschen, sich die Schäden vor Ort anzusehen, dann würden ihre Stimmen deutlich leiser werden. Und wenn man uns nicht glauben will, Karlheinz Friedrichs und auch Mike Hoffmann haben es auch mit eigenen Augen gesehen, ebenso die Fassungslosigkeit der Menschen in dieser Straße.“

Sowohl Friedrichs als auch Hoffmann haben auf Einladung der CDU-Fraktion an diesem Ortstermin teilgenommen, wofür alle sehr dankbar sind. Karlheinz Friedrichs, der trotz einer Knieverletzung an der Ortsbegehung teilnahm, und Mike Hoffmann nahmen die Schäden in Augenschein, machten Fotos zur Dokumentation und Friedrichs versprach, das Thema in der Verwaltung erneut aufzunehmen und in der Sitzung der Bezirksvertretung Sodingen nach den Sommerferien im September 2021 erneut thematisieren.

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