Herne [stbs] „Wir teilen unsere Stadtgesellschaft ausdrücklich nicht in Migranten und soziale Brennpunkte ein. Wir alle sind Bürger von Herne.“ – Das sollte der Leitspruch der Stadtverwaltung werden und nicht Stigmatisierung, Ausgrenzung und Missgunst.

Unerträglich ist es die Bewohner der Emscherstr. in Wanne, Horsthauser Feldherrenviertel, etc. pauschal als Bewohner in sozialen Brennpunkten zu brandmarken und so die Wohngebiete als solche Schwerpunkte offen auszuweisen. Macht sich bei der Stadtverwaltung wirklich niemand Gedanken darüber welche Auswirkungen solche Aktionen z. B. für die Vermietung von Wohnungen und die Grundstückswerte für die Eigentümer haben?

Wenn tatsächlich jeder an der Impfaktion teilnehmen kann, wieso muss dann eine solche medienwirksame Stigmatisierung erfolgen? Jedenfalls konnte an den Impfungen über Pfingsten in den Bussen der HCR jeder Herner bei Vorlage eines Ausweises teilnehmen. Das Grundgesetz lässt auch keine andere Selektierung zu.

Ist es wirklich von den Herner Bürgern zu viel erwartet sich einen Imptermin zu besorgen und sich zu den bereits vorhandenen Impfzentren zu bewegen? Zumal gerade in den betroffenen Schichten die Versorgung mit Internet nicht gerade als unterverorgt zu bezeichnen wäre.

Außerdem ist tatsächlich zeifelhaft, ob das Gros des Impfstoffs auch wirklich den Menschen in den beiden Vierteln zugute kommen wird. Eine Statistik ist jedenfalls von Seiten der Stadtverwaltung nicht angedacht.
Sinnvoller wäre es gewesen, wenn die Stadt im Vorfeld und bereits vor Monaten zu Beginn der Pandemie gezielter auf sozial schwache Gruppen der Herner Bevölkerung resp. Migranten zugegangen wäre und eine umfassende Aufklärung betrieben hätte.

Daneben gibt es in Herne wichtigere und höher gefährdete Bevölkerungsgruppen, die man hätte vorzeitig impfen können und müssen.

Impfneid und Stigmatisierung sind das Einzige was diese Aktion in die Bürgerschaft hineinträgt.

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