Essen / Herne [stbs]  Nun liegen der Öffentlichkeit die Tatsachen vor, welche man uns verschweigen wollte.

Teilte uns die Stadtverwaltung noch vor kurzem mit, dass „nur“ 40 Bäume gefällt werden sollten, so sieht die Aussschreibung des RVR zu zwei Förderanträgen „Ökologische Aufwertung und Naturerleben“ und „Buntes und vielfältiges Erleben entlag“ nunmehr Folgendes vor:

Das Fällen von insgesamt 103 Bäumen:

  • 41 Einzelbäumen (StU <50 cm)
  • 34 Einzelbäumen (StU 50 – 100 cm)
  • 24 Einzelbäume (StU 100 – 200 cm)
  • 4 Einzelbäume (StU >200 cm)

Das Ringeln von:

  • 100 Robinien (StU 50 – 200 cm)

Damit die Robinien auch wirklich absterben wird das Enfernen von Stammaustrieben und Kallus bis zu 10 x je Baum vorgesehen.

(Von Ringelung (Ringeln) spricht man, wenn ein mehrere Zentimeter breiter Streifen der Rinde am unteren Teil des Stammes eines Baumes oder Strauches ringförmig entfernt wird. Hierbei wird der Saftstrom unterbrochen, das heißt der Transport der Assimilate zu den Wurzeln gestoppt. In der Folge stirbt der Baum in der Regel ab, insbesondere wenn die Rinde samt Kambium entfernt wurde und somit das Schließen der Wunde deutlich erschwert wird. Das Absterben eines Baumes kann sich manchmal über ein bis drei Jahre hinziehen, da die Versorgung der Krone mit Wasser und Mineralien weiter ungestört über das unverletzte, tiefer liegende Xylem erfolgt. Erst wenn die Wurzel aufgrund der fehlenden Assimilate abzusterben beginnt, treten die Notfruchtung oder das Absterben der ganzen Pflanze ein. Nach dem Schälen mit einem speziellen Messer werden Reste des Kambiums mit einer Drahtbürste entfernt.)

Dazu sollen rund 3.740 m² Gehölze gerodet werden.

Warum ist es in Herne nicht möglich mit offenen Karten zu spielen?

 

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